Detailed information from Wikipedia Stalag VIIIB

 

 

Stalag VIII-B


 

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Stalag VIII-B Lamsdorf was a notorious German Army prisoner of war camp, later renumbered Stalag-344. Located near the small town of Lamsdorf (now called Łambinowice) in Silesia. The camp initially occupied barracks built to house British and French prisoners in World War I. At this same location there had been a prisoner camp during the Franco-Prussian War of 1870-71.

Contents

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[edit] Timeline

It was opened in 1939 to house Polish prisoners from the German September 1939 offensive. Later approx. 100,000 prisoners from Australia, Belgium, British India, British Palestine, Canada, France, Greece, Italy, the Netherlands, New Zealand, Poland, South Africa, the Soviet Union, the United Kingdom, the United States and Yugoslavia passed through this camp. In 1941 a separate camp, Stalag VIII-F was set up close by to house the Soviet prisoners.

In 1943, the Lamsdorf camp was split up, and many of the prisoners (and Arbeitskommando) were transferred to two new base camps Stalag VIII-C Sagan (modern Żagań and Stalag VIII-D Teschen (modern Český Těšín). The base camp at Lamsdorf was renumbered Stalag 344.

The Soviet Army reached the camp 17 March 1945.

Later the Lamsdorf camp was used by the Soviets to house Germans, both prisoners of war and civilians. Polish army personnel being repatriated from POW camps were also processed through Lamsdorf and sometimes held here as prisoners for several months. Some were later released, others sent to Gulags in Siberia.

[edit] Stalag Luft VIII-B

By 1943, the famous camp for Allied flight personnel in Sagan - Stalag Luft III - had become so overcrowded that about 1,000, mostly non-commissioned flight personnel, were transferred to Lamsdorf. A part of Stalag VIII-B was separated by building new barbed-wire fences. Thus a camp within a camp was created. However all food was provided from kitchens operated by army personnel in the camp proper.

[edit] Medical facilities

The hospital facilities at Stalag VIII-B were among the best in all Stalags. The so-called Lazarett was set up on separate site with eleven concrete buildings. Six of them were self-contained wards, each with space for about 100 patients. The others served as treatment blocks with operating theaters, Xray and laboratory facilities, as well as kitchens, a morgue, and accommodations for the medical staff.

The lazarett was headed by a German officer with the title Oberst Arzt (Colonel Doctor), but the staff was made up entirely of prisoners. They included general physicians and surgeons, even a neuro-surgeon, psychiatrist, anesthesiologist, radiologist.

[edit] Evacuation and repatriation

In January 1945, as the Soviet armies resumed their offensive and advanced into Germany, many of the prisoners were marched westward in groups of 200 to 300 in the so-called Death March. Many of them died from the bitter cold and exhaustion. The lucky ones got far enough to the west to be liberated by the American army. The unlucky ones got "liberated" by the Soviets, who instead of turning them over quickly to the western allies, held them as virtual hostages for several more months. Many of them were finally repatriated towards the end of 1945 though the port of Odessa on the Black Sea.

[edit] Arbeitskommandos

66 subsidiary Arbeitskommandos were set up to house lower ranks that were working in the coal mines, quarries, factories and on the railroads. Among them were:

  • Kommando E196 - cement factory

  • Kommando E562 - coal mine "Janina", near Libiaz.

  • Kommando E702 - coal mine Klimontów, near Sosnowiec

  • Kommando E706 - coal mine near Jaworzno, mostly Australians and New Zealanders.

  • Kommando E711A - chemical factories at Heydebreck.[1]

  • Kommando E715 - IG Farben chemical factory in Monowice. Set up in September 1943, it housed about 1200 prisoners, mostly British.

  • Kommando E? - limestone quarry at Saubsdorf (now Supikovice) in Czech Silesia.

[edit] Sources

[edit] External links


[hide]v · d · e

Main German prisoner-of-war camps (1944–1945)

   

Stalag Luft VI Heydekrug • Stalag Luft I Barth • Stalag Luft IV Gross Tychow • Stalag III-A Luckenwalde • Stalag IV-B Mühlberg • Oflag IV-C Colditz Castle • Stalag VII-A Moosburg • Oflag VII-B Eichstätt • Stalag VIII-A Görlitz • Stalag 344 Lamsdorf • Stalag VIII-B Teschen • Stalag Luft III Sagan • Stalag Luft 7 Bankau • Stalag IX-C Bad Sulza • Stalag X-B Sandbostel • Marlag und Milag Nord, Westertimke • Stalag XI-A Altengrabow • Stalag XI-B Fallingbostel • Stalag XIII-C Hammelburg • Stalag XIII-D Nürnberg • Stalag XX-A Thorn • Stalag XX-B Marienburg • Stalag XXI-D Posen • Oflag 79 Brunswick • See also - The March (1945)

 

 

 

Source: http://en.wikipedia.org/wiki/Stalag_VIII-B

 

Internierungslager Lamsdorf


 

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Das Internierungslager Lamsdorf war zunächst ein Kriegsgefangenenlager in der Nähe von Lamsdorf (poln. Łambinowice) in Schlesien, welches 1870/71 eingerichtet wurde. Auch im Zweiten Weltkrieg wurden hier Kriegsgefangene in verschiedenen Stammlagern inhaftiert. Die Todesrate der Gefangenen erreichte hohe Werte. Nach dem Kriegsende wurde das Lager vom polnischen Staat bis 1946 als Internierungs-/Arbeitslager (polnisch Obóz Pracy w Łambinowicach) genutzt, um in der Region ansässige deutsche Zivilbevölkerung zu internieren.

Inhaltsverzeichnis

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Lagerkomplex seit 1871 [Bearbeiten]

In Lamsdorf (poln. Łambinowice) wurde erstmals 1870/71 im deutsch-französischen Krieg ein Lager für 3.000 französische Kriegsgefangene eingerichtet. Im Ersten Weltkrieg waren dort vor allem russische, aber auch polnische, rumänische, italienische, serbische, englische, französische, belgische und griechische Soldaten als Gefangene. 6.969 Gräber zeugen auf dem nahen Friedhof davon.[1]

Denkmal des Martyriums der Kriegsgefangenen

Kriegsgefangenenlager im Zweiten Weltkrieg [Bearbeiten]

Im Zweiten Weltkrieg war in Lamsdorf einer der größten Lagerkomplexe der Wehrmacht: Stalag VIII B, Stalag VIII F/318 und Stalag 344. Rund 400.000 Gefangene, davon 200.000 Personen mit sowjetischer Staatsbürgerschaft sollen durch die Lager gegangen sein. Auf die 42.000 Toten weist heute das Denkmal des Martyriums der Kriegsgefangenen in Łambinowice hin.

Die Rote Armee erreichte und befreite das Lager am 17. März 1945.

Internierungs-/Arbeitslager bis 1946 [Bearbeiten]

Unter polnischer Verwaltung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vom polnischen Landrat des vormaligen Landkreis Falkenberg O.S. (Powiat Niemodlin) auf Grundlage der Verordnung Nr. 88 des Generals Aleksander Zawadzki vom 18. Juni 1945 in der Nähe von Łambinowice das Internierungslager Lamsdorf (offiziell: Arbeitslager Łambinowice, polnisch Obóz Pracy w Łambinowicach) eingerichtet, in dem deutsche Zivilisten inhaftiert wurden. Die größte Gruppe bildeten Menschen, die interniert wurden, weil sie in den Westen Deutschlands verbracht werden sollten. In Polen sprach man von „Aussiedlung“, die Deutschen nannten die Vorgehensweise „Vertreibung“.

Der bekannteste Lagerkommandant war Czesław Gęborski, ein 20jähriger Miliz-Feldwebel. Er war nur knapp drei Monate Lagerleiter, nach ihm kamen noch drei andere, bis im September/Oktober 1946 das Lager aufgelöst wurde. Wegen unmenschlicher Bedingungen wie Medikamenten- und Nahrungsknappheit sowie durch die vom Lagerkommandanten Czesław Gęborski veranlassten Folterungen und Gewalttaten starben über 1.000 von insgesamt 9.000 internierten Deutschen. Gęborski stand in Polen aufgrund seiner Willkür und Gewalttaten mehrmals vor Gericht.

Der 4. Oktober 1945 und seine Aufarbeitung

Am 4. Oktober 1945 brach zwischen 13 und 15 Uhr ein Feuer aus. Es gab zwei Erklärungen: Es sei ein Manöver der Deutschen, um von einer von langer Hand vorbereiteten Flucht abzulenken.

Eine andere Version schildert die Brandursache als Provokation des Lagerkommandanten Czesław Gęborski, um einen Vorwand für die Anwendung von Waffen zu haben. Das Feuer löste eine Panik aus. Wachleute zwangen Häftlinge, das Feuer zu löschen, obwohl Wasser fehlte. Gęborski ließ Maschinengewehre in Stellung bringen, berichtet Edmund Nowak in seinem Buch „Schatten von Łambinowice“.

Am 29. November 1956 wurden gegen den ehemaligen Lagerkommandanten erste Ermittlungen eingeleitet. Am 18. Juni 1957 wurde Gęborski vorübergehend festgenommen, aber nicht verurteilt.[2]

Auch eine historische Aufarbeitung der Vorgänge um das Lager war erst nach der Wende im Ostblock möglich. Seit dem 27. Februar 2005 lief gegen ihn vor dem Wojewodschaftsgericht in Breslau (Wrocław) ein Verfahren wegen 48-fachen Mordes an den deutschen Lagerinsassen. Der Prozess wurde wegen Gesundheitsproblemen des Angeklagten nicht weitergeführt. Der ehemalige Lagerkommandant starb im Juli 2006.

Zentrales Museum [Bearbeiten]

Die Geschichte dieser Lager ist im Zentralen Museum der Kriegsgefangenen in Łambinowice/Opole (in Lamsdorf und Oppeln) dokumentiert - ebenso die Nachkriegsgeschichte des Lagers.

Dokumentationen über die Vorgänge in Lamsdorf [Bearbeiten]

Zweisprachige Tafel auf dem Friedhof der Lageropfer

Der Arzt Heinz Esser, der im Lager als Gefangener lebte, hatte bereits 1949 eine Broschüre über die „Die Hölle von Lamsdorf“ veröffentlicht. Später wurde daraus das in mehreren Auflagen erschienene Werk „Die Hölle von Lamsdorf. Dokumentation über ein polnisches Vernichtungslager“ (1. Auflage 1969). In Polen konnte erst nach der Wende der Historiker Edmund Nowak mit dem Buch „Cień Łambinowic“ (deutsch Schatten von Łambinowice) an die Öffentlichkeit treten. 2003 kam sein weitergehendes Buch „Lager im Oppelner Schlesien im System der Nachkriegslager in Polen (1945–1950)“ hinzu, in dem außer auf Lamsdorf auch auf weitere Lager eingegangen wird (auf Polnisch schon 2002). - Das Museum in Oppeln arbeitet weiter an der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Verhältnisses der Polen zu den Deutschen in Schlesien. Die Außenstelle in Łambinowice bietet Informationen, Führungen, Filme und Seminare über die Geschichte der Lager an.

Detail am Denkmal des Martyriums der Kriegsgefangenen

Das Verhältnis von Deutschen und Polen im Angesicht von Łambinowice [Bearbeiten]

Nach den Publikationen von Heinz Esser über das Internierungslager Lamsdorf und dem "Aufruf an die polnische Regierung" vom 13. April 1965 durch die "Landsmannschaft der Oberschlesier" war die Situation zwischen Deutschen und Polen sehr gespannt. Nach der politischen Wende 1989/90 wurde zum Gedenken an die Internierten und der Todesopfer schließlich ein Holzkreuz auf dem Gelände des Lagers aufgestellt. Nachdem es mehrfach in Brand gesetzt worden war, wurde es aus Eisen geschaffen. Am 16. September 2002 fand die Einweihung des Friedhofes der Opfer des Arbeitslagers mit Erzbischof Nossol (Diözese Opole) statt. Die Namen der Opfer des Arbeitslagers Łambinowice wurden in steinernen Tafeln festgehalten. In deutscher und polnischer Sprache steht auf einer Steintafel zu lesen:

  • Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
    Odpusć nam nasze winy, jako i my odpuszczamy naszym winowajcom.“
  • Literatur [Bearbeiten]

    • Edmund Nowak: Lager im Oppelner Schlesien im System der Nachkriegslager in Polen (1945–1950). Geschichte und Implikationen. Zentrales Kriegsgefangenenmuseum Łambinowice-Opole, Opole 2003, ISBN 83-915154-5-1 (Rezensionen bei perlentaucher.de).

    • Edmund Nowak: Der Schatten von Łambinowice. Versuch einer Rekonstruktion der Geschichte des Arbeitslagers in Łambinowice in den Jahren 1945–46. Centralne Muzeum Jeńców Wojennych w Łambinowicach, Opole 1994, ISBN 83-900241-2-8.

    • Helga Hirsch: Die Rache der Opfer. Deutsche in polnischen Lagern 1944–1950. Rowohlt, Berlin 1998, ISBN 3-87134-308-0.

    • Heinz Esser: Die Hölle von Lamsdorf. Dokumentation über ein polnisches Vernichtungslager. Landsmannschaft der Oberschlesier – Bundesverband, Bonn 1969 (13. unveränderte Auflage. ebenda 2000, ISBN 3-87466-015-X), (hier: Ausschnitte aus dem Buch).

    Weblinks [Bearbeiten]

    Einzelnachweise [Bearbeiten]

    1. Ausführliche Dokumentation mit vielen vergrößerbaren Bildern über den Schießplatz Lamsdorf, bearbeitet von Mariusz und Elzbieta Wozniak. Februar 2009 nach dem Buch: „Łambinowice na dawnej pocztówce, Lamsdorf O.S.auf der alten Ansichtskarte“

    2. Dazu schreibt der polnische Historiker Nowak 2003: „Es unterliegt keinem Zweifel, dass die Entscheidung der Entlassung von C. Gęborski gewissermaßen durch diverse Institutionen beeinflusst wurde, die sehr positive Stellungnahmen abgaben.“ / siehe: Lager im Oppelner Schlesien ..., S. 263.


     

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    Das Internierungslager Lamsdorf war zunächst ein Kriegsgefangenenlager in der Nähe von Lamsdorf (poln. Łambinowice) in Schlesien, welches 1870/71 eingerichtet wurde. Auch im Zweiten Weltkrieg wurden hier Kriegsgefangene in verschiedenen Stammlagern inhaftiert. Die Todesrate der Gefangenen erreichte hohe Werte. Nach dem Kriegsende wurde das Lager vom polnischen Staat bis 1946 als Internierungs-/Arbeitslager (polnisch Obóz Pracy w Łambinowicach) genutzt, um in der Region ansässige deutsche Zivilbevölkerung zu internieren.

    Inhaltsverzeichnis

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    Lagerkomplex seit 1871 [Bearbeiten]

    In Lamsdorf (poln. Łambinowice) wurde erstmals 1870/71 im deutsch-französischen Krieg ein Lager für 3.000 französische Kriegsgefangene eingerichtet. Im Ersten Weltkrieg waren dort vor allem russische, aber auch polnische, rumänische, italienische, serbische, englische, französische, belgische und griechische Soldaten als Gefangene. 6.969 Gräber zeugen auf dem nahen Friedhof davon.[1]

    Denkmal des Martyriums der Kriegsgefangenen

    Kriegsgefangenenlager im Zweiten Weltkrieg [Bearbeiten]

    Im Zweiten Weltkrieg war in Lamsdorf einer der größten Lagerkomplexe der Wehrmacht: Stalag VIII B, Stalag VIII F/318 und Stalag 344. Rund 400.000 Gefangene, davon 200.000 Personen mit sowjetischer Staatsbürgerschaft sollen durch die Lager gegangen sein. Auf die 42.000 Toten weist heute das Denkmal des Martyriums der Kriegsgefangenen in Łambinowice hin.

    Die Rote Armee erreichte und befreite das Lager am 17. März 1945.

    Internierungs-/Arbeitslager bis 1946 [Bearbeiten]

    Unter polnischer Verwaltung wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vom polnischen Landrat des vormaligen Landkreis Falkenberg O.S. (Powiat Niemodlin) auf Grundlage der Verordnung Nr. 88 des Generals Aleksander Zawadzki vom 18. Juni 1945 in der Nähe von Łambinowice das Internierungslager Lamsdorf (offiziell: Arbeitslager Łambinowice, polnisch Obóz Pracy w Łambinowicach) eingerichtet, in dem deutsche Zivilisten inhaftiert wurden. Die größte Gruppe bildeten Menschen, die interniert wurden, weil sie in den Westen Deutschlands verbracht werden sollten. In Polen sprach man von „Aussiedlung“, die Deutschen nannten die Vorgehensweise „Vertreibung“.

    Der bekannteste Lagerkommandant war Czesław Gęborski, ein 20jähriger Miliz-Feldwebel. Er war nur knapp drei Monate Lagerleiter, nach ihm kamen noch drei andere, bis im September/Oktober 1946 das Lager aufgelöst wurde. Wegen unmenschlicher Bedingungen wie Medikamenten- und Nahrungsknappheit sowie durch die vom Lagerkommandanten Czesław Gęborski veranlassten Folterungen und Gewalttaten starben über 1.000 von insgesamt 9.000 internierten Deutschen. Gęborski stand in Polen aufgrund seiner Willkür und Gewalttaten mehrmals vor Gericht.

    Der 4. Oktober 1945 und seine Aufarbeitung

    Am 4. Oktober 1945 brach zwischen 13 und 15 Uhr ein Feuer aus. Es gab zwei Erklärungen: Es sei ein Manöver der Deutschen, um von einer von langer Hand vorbereiteten Flucht abzulenken.

    Eine andere Version schildert die Brandursache als Provokation des Lagerkommandanten Czesław Gęborski, um einen Vorwand für die Anwendung von Waffen zu haben. Das Feuer löste eine Panik aus. Wachleute zwangen Häftlinge, das Feuer zu löschen, obwohl Wasser fehlte. Gęborski ließ Maschinengewehre in Stellung bringen, berichtet Edmund Nowak in seinem Buch „Schatten von Łambinowice“.

    Am 29. November 1956 wurden gegen den ehemaligen Lagerkommandanten erste Ermittlungen eingeleitet. Am 18. Juni 1957 wurde Gęborski vorübergehend festgenommen, aber nicht verurteilt.[2]

    Auch eine historische Aufarbeitung der Vorgänge um das Lager war erst nach der Wende im Ostblock möglich. Seit dem 27. Februar 2005 lief gegen ihn vor dem Wojewodschaftsgericht in Breslau (Wrocław) ein Verfahren wegen 48-fachen Mordes an den deutschen Lagerinsassen. Der Prozess wurde wegen Gesundheitsproblemen des Angeklagten nicht weitergeführt. Der ehemalige Lagerkommandant starb im Juli 2006.

    Zentrales Museum [Bearbeiten]

    Die Geschichte dieser Lager ist im Zentralen Museum der Kriegsgefangenen in Łambinowice/Opole (in Lamsdorf und Oppeln) dokumentiert - ebenso die Nachkriegsgeschichte des Lagers.

    Dokumentationen über die Vorgänge in Lamsdorf [Bearbeiten]

    Zweisprachige Tafel auf dem Friedhof der Lageropfer

    Der Arzt Heinz Esser, der im Lager als Gefangener lebte, hatte bereits 1949 eine Broschüre über die „Die Hölle von Lamsdorf“ veröffentlicht. Später wurde daraus das in mehreren Auflagen erschienene Werk „Die Hölle von Lamsdorf. Dokumentation über ein polnisches Vernichtungslager“ (1. Auflage 1969). In Polen konnte erst nach der Wende der Historiker Edmund Nowak mit dem Buch „Cień Łambinowic“ (deutsch Schatten von Łambinowice) an die Öffentlichkeit treten. 2003 kam sein weitergehendes Buch „Lager im Oppelner Schlesien im System der Nachkriegslager in Polen (1945–1950)“ hinzu, in dem außer auf Lamsdorf auch auf weitere Lager eingegangen wird (auf Polnisch schon 2002). - Das Museum in Oppeln arbeitet weiter an der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Verhältnisses der Polen zu den Deutschen in Schlesien. Die Außenstelle in Łambinowice bietet Informationen, Führungen, Filme und Seminare über die Geschichte der Lager an.

    Detail am Denkmal des Martyriums der Kriegsgefangenen

    Das Verhältnis von Deutschen und Polen im Angesicht von Łambinowice [Bearbeiten]

    Nach den Publikationen von Heinz Esser über das Internierungslager Lamsdorf und dem "Aufruf an die polnische Regierung" vom 13. April 1965 durch die "Landsmannschaft der Oberschlesier" war die Situation zwischen Deutschen und Polen sehr gespannt. Nach der politischen Wende 1989/90 wurde zum Gedenken an die Internierten und der Todesopfer schließlich ein Holzkreuz auf dem Gelände des Lagers aufgestellt. Nachdem es mehrfach in Brand gesetzt worden war, wurde es aus Eisen geschaffen. Am 16. September 2002 fand die Einweihung des Friedhofes der Opfer des Arbeitslagers mit Erzbischof Nossol (Diözese Opole) statt. Die Namen der Opfer des Arbeitslagers Łambinowice wurden in steinernen Tafeln festgehalten. In deutscher und polnischer Sprache steht auf einer Steintafel zu lesen:

  • Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
    Odpusć nam nasze winy, jako i my odpuszczamy naszym winowajcom.“
  • Literatur [Bearbeiten]

    • Edmund Nowak: Lager im Oppelner Schlesien im System der Nachkriegslager in Polen (1945–1950). Geschichte und Implikationen. Zentrales Kriegsgefangenenmuseum Łambinowice-Opole, Opole 2003, ISBN 83-915154-5-1 (Rezensionen bei perlentaucher.de).

    • Edmund Nowak: Der Schatten von Łambinowice. Versuch einer Rekonstruktion der Geschichte des Arbeitslagers in Łambinowice in den Jahren 1945–46. Centralne Muzeum Jeńców Wojennych w Łambinowicach, Opole 1994, ISBN 83-900241-2-8.

    • Helga Hirsch: Die Rache der Opfer. Deutsche in polnischen Lagern 1944–1950. Rowohlt, Berlin 1998, ISBN 3-87134-308-0.

    • Heinz Esser: Die Hölle von Lamsdorf. Dokumentation über ein polnisches Vernichtungslager. Landsmannschaft der Oberschlesier – Bundesverband, Bonn 1969 (13. unveränderte Auflage. ebenda 2000, ISBN 3-87466-015-X), (hier: Ausschnitte aus dem Buch).

    Weblinks [Bearbeiten]

    Einzelnachweise [Bearbeiten]

    1. Ausführliche Dokumentation mit vielen vergrößerbaren Bildern über den Schießplatz Lamsdorf, bearbeitet von Mariusz und Elzbieta Wozniak. Februar 2009 nach dem Buch: „Łambinowice na dawnej pocztówce, Lamsdorf O.S.auf der alten Ansichtskarte“

    2. Dazu schreibt der polnische Historiker Nowak 2003: „Es unterliegt keinem Zweifel, dass die Entscheidung der Entlassung von C. Gęborski gewissermaßen durch diverse Institutionen beeinflusst wurde, die sehr positive Stellungnahmen abgaben.“ / siehe: Lager im Oppelner Schlesien ..., S. 263.

    Source: http://de.wikipedia.org/wiki/Internierungslager_Lamsdorf